Systemisches Aufstellen
Unser Leben bewegt sich in verschiedenen Kreisen: in der Familie, in Beziehungen, im Beruf und in unserem eigenen inneren Erleben. Diese Lebenskreise bzw. Systeme beeinflussen sich gegenseitig. Manchmal geraten sie aus dem Gleichgewicht oder alte Dynamiken wirken weiter, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen.
In meiner Arbeit begleite ich Menschen dabei, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und neue Ordnung entstehen zu lassen. Systemische Aufstellungen eröffnen einen Raum, in dem sich verborgene Verbindungen zeigen dürfen und neue Bewegungen möglich werden. Wenn sich ein Kreis neu ordnet, kann auch im Leben wieder mehr Klarheit, Kraft und Lebendigkeit entstehen.
Was heisst systemisches Aufstellen?
Wir Menschen sind immer Teil verschiedener Systeme – zum Beispiel unserer Familie, unserer Beziehungen oder unseres beruflichen Umfeldes. Oft wirken diese Zusammenhänge stärker auf uns ein, als uns bewusst ist.
Systemisches Stellen ist eine Methode, die verborgene Dynamiken in Familien oder weiteren Systemen sichtbar macht, um tiefere Zusammenhänge und mögliche Lösungswege für persönliche oder zwischenmenschliche Herausforderungen zu erkennen. In einer systemischen Aufstellung wird ein persönliches Anliegen sichtbar gemacht. Dafür werden Stellvertreter:innen ausgewählt, entweder Menschen aus der Gruppe oder Gegenstände, die für wichtige Elemente dieses Systems stehen, zum Beispiel Familienmitglieder, Beziehungen oder innere Anteile.
So entsteht ein Bild der aktuellen Situation, das neue Zusammenhänge erkennen lässt. Was vorher nur innerlich spürbar war, wird sichtbar und erfahrbar. Systemische Aufstellungen sind eine erfahrungsorientierte Methode – vieles lässt sich schwer in Worte fassen. Oft entsteht das eigentliche Verstehen erst im Erleben.
Möchtest du mehr darüber erfahren, findest du weiter unten auf dieser Seite einen Podcast mit einer ausführlichen Erklärung.
Podcast zum Thema “systemische Aufstellungen”
In diesem Podcast wird sehr verständlich erklärt, wie systemische Aufstellungen wirken, wo ihre Möglichkeiten liegen und wo auch ihre Grenzen sind. Das Gespräch gibt einen guten Einblick in diese besondere Form der Prozessarbeit und hilft, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Aufstellungen ablaufen können. Die Aufstellungsarbeit wird hier von meiner Dozentin erklärt, bei der ich meine Ausbildung im systemischen Stellen absolviere und weiter vertiefe.
Systemische Prozessarbeit im Einzelsetting
In meiner kinesiologischen Arbeit beziehe ich systemische Perspektiven mit ein. Denn wir Menschen sind immer Teil eines grösseren Systems: unserer Familie, unserer Herkunft, unserer Beziehungen.
Manche Themen lassen sich nicht allein über Gespräche lösen. Mit Hilfe von Bodenankern, Figuren oder inneren Bildern werden verborgene Dynamiken sichtbar und körperlich spürbar.
Diese Form der systemischen Arbeit ist eingebettet in den kinesiologischen Prozess. Sie unterstützt dich dabei, alte Muster zu erkennen, emotionale Verstrickungen zu lösen und neue innere Klarheit zu gewinnen.
Systemische Aufstellung in der Gruppe
Manche Prozesse können im geschützten Raum einer Gruppe eine besondere Tiefe entfalten. Die Stellvertreter:innen nehmen die Dynamiken wahr und bringen diese durch Gefühle, Bewegungen, Handlungen und Worte zum Ausdruck. So kann sichtbar werden, was oft im Hintergrund wirkt.
Aufstellung mit eigenem Anliegen: Du bringst ein persönliches Thema mit, das wir gemeinsam für dich aufstellen und sichtbar machen
Aufstellung für Kinder: Du als Elternteil kannst ein Anliegen für dein minderjähriges Kind einbringen, ohne dass dieses anwesend ist. Wir schauen gemeinsam auf die familiären und/oder schulischen Dynamiken, die im Hintergrund wirken. Oft beginnt Veränderung dort, wo Erwachsene Verantwortung übernehmen und neue Ordnung entsteht.
Teilnahme als Stellvertreter:in: Du nimmst ohne eigenes Anliegen teil und stellst dich für Themen anderer zur Verfügung. Auch als Stellvertreter:in bist du nicht «nur dabei». Oft zeigen sich Resonanzen zu deinem eigenen Leben. Bewegungen im Feld können auch in deinem eigenen System etwas ordnen und in Heilung bringen. Manchmal still und unerwartet.
Ablauf einer Gruppenaufstellung
- Begrüssung und gemeinsame Einstimmung
- Zwei Aufstellungen pro Halbtag
- Pause und Austausch
- Abschlussrunde
Meine Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Gruppenaufstellung
Für eine Teilnahme sind keine Vorkenntnisse nötig. Einige Haltungen solltest du jedoch für den gemeinsamen Prozess mitbringen:
- Neugier und Offenheit für neue Erfahrungen
- Verschwiegenheit – aus Respekt gegenüber den Anliegen der anderen Teilnehmenden
- Vertrauen in den eigenen Prozess
Systemische Aufstellungen ersetzen keine Therapie und finden nicht unter Einfluss von Psychopharmaka statt. Die Gruppenaufstellungen sind ein eigenständiges Angebot und werden nicht über die Krankenkasse abgerechnet.
Was geschieht in einer Aufstellung?
Eine Person bringt ein persönliches Anliegen oder Thema mit. Dieses kann zum Beispiel aus dem familiären oder beruflichen Bereich stammen. Für wichtige Elemente dieses Themas, wie etwa Familienmitglieder, Gefühle, innere Anteile oder Konflikte, werden Stellvertreter:innen aus der Gruppe gewählt und im Raum positioniert. Dabei zeigen sich oft Dynamiken, Spannungen oder Verbindungen, die zuvor nicht bewusst waren. Was innerlich wirkt, wird im Aussen sichtbar.
Durch achtsames Wahrnehmen, Bewegungen oder klärende Sätze kann sich Schritt für Schritt eine neue Ordnung entwickeln. Durch dieses Sichtbarmachen entsteht oft ein tiefes Verstehen und dies nicht nur im Kopf, sondern im ganzen System.
Gedankenimpulse
- Heilung beginnt dort, wo wir den Mut haben, hinzuschauen
- Was sich zeigen darf, kann sich neu ordnen
- Welche deiner Lebensgeschichten dürfen neu geschrieben werden?
- Welche deiner Lebensgeschichten dürfen sich neu ordnen, damit deine Lebenskreise wieder in Bewegung kommen?
Häufige Anliegen für eine systemische Aufstellung
Systemische Aufstellungen können bei ganz unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen. Häufig geht es um Themen aus dem privaten oder beruflichen Umfeld.
Familie und Beziehungen
- Konflikte innerhalb der Familie (Herkunfts- oder Gegenwartssystem)
- Spannungen in Partnerschaften oder nach Trennungen
- zwischenmenschliche Beziehungen
- Fragen rund um Partnerschaft oder Partnersuche
- Themen im Zusammenhang mit den eigenen Kindern
(z.B. Schule, Verhalten, Mobbing oder körperliche Beschwerden) - wiederkehrende Beziehungsmuster
- Trauer oder Verlusterfahrungen
Beruf und Alltag
- Herausforderungen am Arbeitsplatz
- Konflikte mit Mitarbeitenden oder Vorgesetzten
- Spannungen im Team oder zwischen Abteilungen
- wichtige berufliche Entscheidungen
- berufliche Veränderungen oder Neuorientierung
- Selbständigkeit oder eigene Projekte
- Firmenübernahmen oder Veränderungen in Organisationen
- Mitarbeiterauswahl oder Teamkonstellationen
- hohe Belastung, häufige Krankheitsausfälle oder Kündigungen
- Schwierigkeiten mit Kunden oder vermehrte Reklamationen
Persönliche Themen
- belastende Gefühle oder innere Konflikte
- Entscheidungssituationen
- wiederkehrende Muster oder Glaubenssätze
- Krankheiten oder körperliche Symptome
- innere Unruhe oder Überforderung
- Fragen zur eigenen Entwicklung oder zum eigenen Weg
Termine
Erste Gruppenaufstellungen finden ab Herbst 2026 statt.
Die Termine werden im Sommer 2026 nach Abschluss meiner Ausbildung bekannt gegeben.
Ort: Ostschulhaus Dachgeschoss, Buckstrasse 6, 5304 Endingen
Dieser Raum ist achtsam vorbereitet. Er bietet Sicherheit, Ruhe und Würde für persönliche und tiefe Prozesse. Ich halte den Rahmen mit Präsenz, Empathie und Klarheit.
Hinweis: Systemische Aufstellungen ersetzen keine notwendige medizinische Behandlung.




